Sonntag, 19. September 2010
So langsam geht der "Alltag" los...
...So, so langsam beginnt für uns hier in Shenyang der "Alltag", also falls man das so nennen kann. Deshalb habe ich es leider auch nicht früher geschafft den Blog zu aktualisieren.
Nachdem wir ja am Mittwochabend für die Chinesen gekocht haben und sie das Essen mehr oder weniger gemocht haben, mussten wir am Donnerstag gleich wieder pünktlich um 8.30 zum Chinesischunterricht. Insgesamt haben wir drei verschiedene Sprachlehrerinnen. Da eine von ihnen trotz gutem Englisch nur Chinesisch redet, mussten wir ihren Unterricht leider aufgeben. Gunnar versucht weiter sein Bestes in ihren Chinesischstunden. Und siehe da, kaum sind wir nicht mehr da, kann sie auch wieder Englisch. Naja, die ganzen Schriftzeichen, von denen alle meinen, dass auch wir Deutschen sie können würden, sind einfach zu anstrengend. Das lernen wir echt NIE!!!...

...Übrigens so sieht der Raum des ganzen Waschübels aus. Jede zweite Wäsche ist verfusselt...

...Nach einer weiteren Führung durch weitere Architekturbüros des Campus, die uns noch mehr verwirrte, hatten wir dann das erste Mal Sportunterricht. PingPong steht hier nämlich auch auf unserem "Stundenplan". Da wir allerdings keine Sportschuhe zum Wechseln mitgebracht hatten, konnten wir den Koreanern, die in Socken und Badeschlappen spielten, nur beim PingPong zugucken.
Am Donnerstagabend ging es dann zur Geburtstags"party" unseres chinesischen Freundes...


...Damit wir auch alle immer brav pünktlich sind, gibts in dem riesen Korridor eine überdimensionierte Uhr zur Kontrolle...

...Unter "Party" verstehen die Chinesen wie wir inzwischen gelernt haben Essen gehen und Spiele spielen. Unser chinesische Freund war als er auf der Überraschungsparty ankam total gerüht und musste zu unserer Verwunderung fast weinen. Angeblich habe er so seinen Geburtstag noch nie gefeiert. Hier der Geburtstagstisch mit Geburtstagskuchen. Von uns gab es ein typisch deutsches Bier mit passendem Glas und deutsche Süßigkeiten...



...Dann ging es an das Geburtstagslied. Dafür wurde eine Plastikblume angezündet, die darauf anfing Musik abzuspielen und sich nach wenigen Sekunden öffnete und zu einer Blüte mit vielen Kerzen wurde. Echt abgefahren!!!

...Sogar der Kuchen wird hier mit Stäbchen gegessen. Die Chinesen machens vor, und wir versuchen unser Bestes, allerdings gings mit den Fingern dann doch leichter...


...Wie gesagt nach dem Essen, gabs dann noch ein paar Spiele. Der Verlierer musste zur Strafe Wasabi essen, ja wieder vom Stäbchen...




...Am Freitag haben wir dann nach einer Chinesischstunde wieder Tischtennis gespielt. Unsere neue Lieblingssportart!!!

Steven wurde von einem chinesischem "Altmeister" zum Duell herausgefordert. Der wollte ihn dann garnicht mehr gehen lassen. Ein knappes Match, aber gegen Stevens Angaben hat einfach keiner eine Chance...

...Abends haben Lisa und ich dann ausnahmsweise mal auf das Mensaessen verzichtet und uns Pfannkuchen gebraten. Neben dem japanischem Essen, bisher das Beste was wir hier gegessen haben.
Eigentlich gibt es hier in China ziemlich viele Markenprodukte, und wenn nicht, dann wird es einfach unter anderem Namen oder verwechselnd ähnlich hergestellt...

...Das lokale Bier ist übrigens nur zu empfehlen...


...Am Samstag konnten wir dann mal wieder ausschlafen. Zum Frühstück sollte es endlich mal wieder etwas Europäisches geben und nicht immer nur Haferflocken oder Reissuppe. Der Bacon schmeckte mit dem hier süßen Brot etwas gewöhnungsbedürftig und es war auch durchaus schwierig aus 2 Eiern Rührei für 7 Personen zu machen. Aber jeder hat dann irgendwie doch genug abbekommen.
Danach ging es mit dem Bus in die Stadt. Eine Busfahrt kostet egal wohin generell 10 Cent. Allerdings fährt dieser auch höchstens 40km/h, aber nur bergab...

...In der Innenstadt angekommen waren wir alle von dem Angebot europäischer Läden, vorallem Sportläden, überfordert. So füllt man sich übrigens unter lauter dunkelhaarigen Asiaten...

...und natürlich kann auch Nichts groß genug sein...

...Abseits der schicken Hauptstraßen sieht es dann aber auch mal schnell so aus...

...Mit dem Taxi ging es dann zurück zum Unigelände. Hier in China ein Taxi zubekommen ist echt nicht einfach. Dafür aber sehr preiswert. Eine 20 minütige Fahrt kostet maximal 4 Euro. Freie Taxis sind an dem roten Licht in der Frontscheibe zu erkennen. Allerdings muss man aber auch seine Ellenbogen bereit halten, da diese hart umkämpft sind. Wie so oft hatte auch dieser Taxifahrer eine Handydauerverbindung und eine Vorliebe für chinesischen Kitsch...


...Anschließend trafen wir uns dann mit Studenten und Professoren des Tianzhu Büros. Wobei Lehrer und Schüler oft kaum zu unterscheiden sind. Das Büro, in dem wir nun alle arbeiten hat auch das Architekturmuseum der Universität entworfen und beplant nebenbei mal schnell neue Städte oder 4.000.000m²...






...Abends wurde wir vom Tianzhu Büro dann in die Mensa eingeladen. Hört sich erstmal abschreckend an, im dritten Stock angekommen waren wir dann alle sehr überrascht. Es wurde mal wieder ordentlich aufgetischt. Die Drehplatte in der Mitte war diesmal so riesig, dass sie automatisch bedient werden musste...



...Sonntag hatten wir dann ausnahmsweise keinen Unterricht. Nachmittags haben wir uns im Büro getroffen und uns wurden die verschiedenen Projekte vorgestellt. Momentan dreht sich dabei alles um eine neue Stadtentwicklung in Pian Jin. Dazu wurde uns im büroeigenen 3DKino auch gleich ein Video gezeigt.
Entschieden haben wir uns dann letztendlich für den Entwurf eines Internationalen Kommunikationszentrums mit Hotel, Tagungs- und Konferenzgebäudes, Staatsgästehaus und diversen Nebengebäuden. Mal sehen,was da so alles auf uns zukommt...
Nachmittags konnten wir endlich mal wieder Badminton in der Sporthalle spielen. Auch wenn es ein ewiges Kartenhinundher war...

Auf dem Weg zum Sportplatz haben wir dann auch noch so einige interessante und merkwürdige Dinge entdeckt...



... auch die Chinesen lieber Fussball. Deutsche, die Fußball spielen sind hier quasi automatisch kleine Stars...

...das ist übrigens das Reisfeld auf dem Campus...

...Abends haben wir uns dann mal wieder ein leckeres BBQ gegönnt. Das erste Mal ohne chinesischsprechende Begleitung. Aber wir konnten uns halbwegs mit Händen und Füßen verständigen. Das Besteck und Geschirr ist wie an dem grünen Baum zuerkennen sehr ökologisch verpackt...



...Lecker war es auch soweit...nur als wir rausfanden, was das Tolles war...NAJA, jeder sollte mal Hund gegessen haben, eine Spezialität hier in China...


Gestern, am Montag haben wir die meiste Zeit mit unseren Visaanträgen und deren Verlängerung verbracht. Ansonsten für die die es interessiert unser Mensaessen. Inzwischen wissen wir auch schon was essbar ist und welche Sachen einen auf den Magen schlagen können ;) ...


...Das Beste war allerdings der Nachtisch, riesen OREOeis. Sowas kann es auch nur hier geben...


...Heute hatten wir das erste Mal Kalligraphieunterricht. Das war sehr anstrengend, den Pinsel gleichmäßig senkrecht zu halten. Ansonsten haben wir Zahlen auf Chinesisch gelernt usw. Ke kou ke le heißt übrigens Coca Cola...Ab Mittwoch haben wir frei. Es ist Mondfest. Das Fest der Verliebten, man schaut den Mond an und isst seltsame Kuchen mit geleeartiger Füllung...


...Bis bald...