Mittwoch, 15. September 2010
Alles neu...
...Nachdem wir uns im Supermarkt mit reichlich Putz- und Waschmitteln eingedeckt hatten und unsere Zimmer blitzblank geschruppt hatten, haben Lisa und ich uns an unsere Wäsche gewagt. Gleich gegenüber von unseren Zimmer gibt es ja schließlich einen Waschraum. Das Ergebnis war allerdings nicht sehr überzeugend...

...Was will man auch bei dieser Auswahl an Programmen erwarten...

... Der Campus der Uni ist hier 1Mio. km² groß. Dass sich das nicht nur groß anhört, haben wir schnell gemerkt. Neben dem fast einen 1km langen hauptkorridor gibt es zig Weitere und diese auf mehreren Stockwerken. Also meistens haben wir echt keine Ahnung wo wir gerade sind. Sieht ja auch alles ähnlich aus. Das Bild mit dem Campusplan sagt alles...


Wir sind nun ja schon knapp eine Woche hier und obwohl wir jeden Tag eine neue Führung durch die Uni bekommen, entdecken wir immer wieder neue Orte, die wir vorher noch nie gesehen haben. Aber hier nochmal ein paar Eindrücke rund um den Campus...


...In so einem Menschenregal sind auch wir untergebracht. Direkt vor unserer Tür siehts dann so aus. Es gibt mehr Grünflächen als ich erwartet hatte...


...Auf dem Weg zu den Unterrichtsräumen und Hörsäalen kommt man direkt an der Commercial Street vorbei. Hier gibt es so ziemlich alles was man braucht. Praktisch, denn eigentlich müsste man den Campus nie verlassen. Friseur, Supermarkt, Buchladen, Bank, Imbisse...

...Die Rolltreppe führt einen dann direkt seitlich an den Korridor, von dem alle anderen Gebäude abzweigen. Angekommen in unserem Klassenraum haben wir zusammen mit 5 Koreanern täglich Chinesischunterricht. Eine echte Herrausforderung. Die Aussprache ist schwierig. Oft werden wir korrigiert und können die Fehler nicht einmal heraushören. Es gibt vier verschiedene Betonungen, die sich minimal unterscheiden, allerdings immer andere Bedeutungen haben. Das kann schon mal sehr witzig sein...

...Nach zwei Unterrichtseinheiten und insgesamt 3h ist dann ab 11.40 Uhr Mittagspause. Dann heißt es schnell auf in die Mensa, denn Essen wird nur ca. 30min angeboten. Insgesamt gibt es hier drei Mensen. Unsere bietet so ziemlich alles an "Chinesisch- Kulinarischen Köstlichkeiten" auf drei Etagen. Unsere chinesischen Freunde haben uns allerdings dringend von der untersten abgeraten. Das will dann schon etwas heißen. In die Mensa kann man zu jeder Mahlzeit. Scheinbar wird das Essen morgens zubereitet und dann bis abends angeboten...

...Hier eine kleine Auswahl...


...Nachmittags haben Lisa und ich uns dann mit den Chinesen zum Sport verabredet. Die haben uns beim Badminton gleich mal schön vorgeführt. Das größte Problem war allerdings den Eingang der Sporthalle zu finden. Ein riesiges Gebäude mit Schwimmhalle und und und, nur schien nirgendwo ein Eingang zu sein...

...Nach ewigem Hin und Her konnten wir nur noch kurze Zeit Badminton spielen und sind dann weiter zum Basketball. Wir und Basketball... Naja, die Chinesen wollten unbedingt, dass wir mitspielen. So schlecht haben wir uns dann ja auch garnicht geschlagen...

... Abends sind wir dann alle zusammen in die Stadt gefahren. 20min Taxifahrt kosten ungefähr 2€. Diese sind hier allerdings auch hart umkämpft. Bei der Menge an Einwohnern, kein Wunder. Vor dem Restaurant angekommen, bekamen wir dann endlich einen kleinen Eindruck von chinesischer Leuchtreklame...

...Wie schon bei unserem ersten Essen, bekamen wir sofort einen Extraraum zugewiesen, obgleich keiner einen Tisch reserviert hatte. Serviert wurden typisch chinesische Mantous, gefüllte Teigtaschen mit Gemüse, Tomaten und Ei, oder Fleisch. Dazu gabs Salat. An Schärfe und Knoblauch (leckerlecker) wird nicht gespart...


...Bisher hatten wir schon das Gefühl hier nur zum Essen und Chinesisch lernen da zu sein. Aber nein, eigentlich wollten wir ja Architektur studieren. Und dann gestern, am Dienstag bekamen wir die Studios gezeigt. So arbeiten hier die chinesischen Studenten...




... So dann waren wir gestern mal wieder zur Abwechslung Essen. Diesmal nicht für 3€, sondern ganz nobel für 6€. Der Service war dementsprechend. Es gab HotPot. Eine Art Fondue. Anstelle von Öl oder Brühe wird Fleisch und Gemüse in einer Suppe gegart. Alles direkt am eigenen Tisch...




...Das Restaurant befand sich übrigens in einem riesen Einkaufszentrum. Einem der Vielen. Hier in der Innenstaft gibt es natürlich jeden europäischen Laden. Nur ist alles größer, bunter und lauter...




...Heute morgen haben wir dann wieder zusammen gefrühstückt. Keiner von uns traut sich schon morgens in die Mensa. Dann gibt es Cornflakes, die wir halbverstaubt in einer Ecke des Supermarktes entdeckt haben. Naja und Milch und Joghurt sind hier momentan sowieso total angesagt, obwohl viele Chinesen diese ja eigentlich garnicht wirklich vertragen...

...Vorhin haben wir dann mal zur Abwechslung gekocht und die Chinesen zu uns eingeladen. Wir mussten sie unten am EIngang unseres Hotels abholen. Da man nur als Gast/ Bewohner das Gebäude betreten kann. Dann gab es Pasta mit Auberginen und Tomaten, Bratkartoffeln mit Zwiebeln und Pilzen und "Armen Ritter". Für uns endlich mal wieder etwas Einheimisches. Für die ein Schock an Kohlenhydraten. Sie schienen es aber halbwegs zu mögen. Nachdem wir den Whiskey rausgeholt haben, haben wir ihnen dann gleich mal etwas Plattdeutsch beigebracht. So ähnlich muss sich unser Chinesisch auch anhören. Aber endlich konnten wir mal über ihre Aussprache lachen, und nicht umgekehrt...



... So es ist schon spät und wir müssen noch brav unsere Hausaufgaben erledigen. Bis bald!